Diagnostik auf Helicobacter pylori

Eine Helicobacter pylori-Besiedelung des Magens kann zu einer dauerhaften, therapieresistenten Entzündung der Magenschleimhaut (Gastritis) führen. Die Bakterien verstärken zusätzlich die Bildung der Magensäure. Dies schädigt die Schleimhaut weiter. Völlegefühl, Schmerzen im Oberbauch oder Übelkeit können Anzeichen hierfür sein, ebenso Aufstoßen, Appetitlosigkeit und Mundgeruch.

Häufig haben mit Helicobacter pylori Infizierte auch keinerlei Symptome.
Bei 2 von 10 Menschen mit unerkannter Helicobacter pylori Infektion entwickelt sich ein Geschwür des Magens oder Zwölffingerdarms. Es kann zu Blutungen kommen, im schlimmsten Fall zu einem Magen- oder Darmdurchbruch. In sehr seltenen Fällen kann auch Magenkrebs eine Folge der Infektion sein.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, Helicobacter pylori nachzuweisen.
Der Nachweis gelingt aus der Atemluft oder aus dem Stuhl mithilfe spezieller Methoden.
Diese beiden Untersuchungen sind nicht invasiv.

Helicobacter pylori  kann aber auch mittels einer Magenspiegelung nachgewiesen werden. Hierbei wird unter einer kurzen Narkose (sog Dämmerschlaf-Methode) ein biegsamer dünner Schlauch über die Speiseröhre in den Magen vorgeschoben. Mit einer Biopsiezange wird etwas Magengewebe entnommen, um weitere Untersuchungen unter dem Mikroskop durchführen zu können. Bei einer Magenspiegelung können auch noch weitere Erkenntnisse gewonnen werden. Helicobacter pylori  lässt sich wirksam mit Medikamenten aus dem Magen entfernen („eradizieren“). Die Behandlung besteht aus einem Säureblocker und zwei verschiedenen Antibiotika.

Zusätzlich kann noch ein weiteres Antibiotikum oder das Mineral Bismut hinzugenommen werden. Der Säureblocker hemmt die Bildung von Säure im Magen. So kann sich die Schleimhaut darüber hinaus wieder erholen. Antibiotika und Bismut wirken gegen die Bakterien. Die Therapiedauer umfasst im Allgemeinen 10-14 Tage.

https://www.dgvs.de/wissen/leitlinien/leitlinien-dgvs/helicobacter-pylori/

Helicobacter pylori -Bakterien sind zunehmend unempfindlich (resistent)  gegen bestimmte Arten von Antibiotika. Einige Wochen nach Behandlungsende sollte daher kontrolliert werden, ob die Therapie erfolgreich war. Häufig wird wegen der Resistenzentwicklung inzwischen die Therapie mit dem bismuthaltigen Regime gewählt.

Modifiziert nach: https://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/_old-files/downloads/pdf-Ordner/Patienteninformationen/helicobacter.pdf